Freitag, 6. Dezember 2013

Wir bezahlen mit unserer Altersvorsorge für die Sanierung der Südstaaten

Nicht erklärtes Ziel der derzeitigen Niedrigzins Politik ist u.a., die Zinslast für die sanierungsbedürftigen Südstaat der EU niedrig zu halten und diese damit zu stabilisieren.

Kehrseite und Auswirkung dieser Politik für uns ist, dass es aufgrund des praktisch nicht mehr vorhandenen Zinseszinseffekts immer schieriger wird, sich eine angemessene Altervorsorge aufzubauen. Inhaber von fälligen Lebensversicherungen erfahren genau das am eigenen Leib, wenn sie die heute ausgezahlten mit den seinerzeitig in Aussicht gestellten Beträgen vergleichen. Und das wird noch schlimmer, je länger die Niedrigzinspolitik andauert.

Wer für seine Altersorsorge spart, kann darauf nur auf 2 Arten reagieren: entweder er tut nichts und akzeptiert die sich abzeichnende Lücke bei seiner Altervorsorge oder er erhöht seine Sparbeträge, um seine Ziel-Altersvorsorge zu erreichen. Egal was er tut, die Lücke oder die Merhbeträge sind eine direkte Folge der Finanzkrise in der Eurozone. Damit bezahlen wir für die Eurokrise schon einmal mit unserer Altersvorsorge, egal was für Zusagen die Bundesregierrung sonst noch macht.

Vollkommen falsch wäre es allerdings hierauf zu reagieren, indem man so ohne weiteres höhere Anlagerisiken in Kauf nimmt (zum Beispiel durch den Kauf von Aktien), um einen höheren Anlagezins zu erzielen. Genau das wird ja in letzter Zeit häufig in dem Medien empfohlen. Man kann das natürlich tun, aber dann sollte das höhere Risiko auch zu dem Anleger passen und er sollte genau wissen, was er tut.

Hans-Detlev Speckmann

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