Mittwoch, 2. Juli 2014

Die Finanzkrise kostet die deutschen Sparer jährlich 100 Mrd. €



Das Geldvermögen der deutschen privaten Haushalte (Bargeld, Einlagen, Wertpapiere, Versicherungsansprüche) beträgt laut Bundesbankstatistik zurzeit ca. 5 Billionen €. Den angemessenen Leitzins für Deutschland ohne Finanzkrise hat jüngst die Brüsseler Denkfabrik Bruegel mit 4% errechnet (anstatt tatsächlich 0,15%). Daraus kann man folgern, dass auch die Einlagenzinsen ohne Finanzkrise 4 % höher wären als heute. Korrigiert man diesen Prozentsatz willkürlich, um sich nicht angreifbar zu machen, auf 2 %, dann bekommen die deutschen Privathaushalte heute immer noch jährlich 100 Mrd. € zu wenig Zinsen für ihr Geldvermögen (bei 4 % wären es 200 Mrd. €).

Das ist der Betrag, den die deutschen Sparer weitgehend lautlos für die Sanierung
der Südstaaten in der Finanzkrise bezahlen.

Hans-Detlev Speckmann
Mönchengladbach, 2.7.2014

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